Katzen gelten als sehr reinlich. Sie verbringen einen großen Teil des Tages mit Putzen. Trotzdem brauchen sie deine Hilfe, vor allem beim Katzenklo, bei langem Fell und im Alter. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten bleibt deine Katze gepflegt und gesund.
Fellpflege
Kurzhaarkatzen kommen meist gut allein zurecht. Einmal pro Woche bürsten reicht oft. Im Frühjahr und Herbst, während des Fellwechsels, darfst du öfter bürsten. Das entfernt lose Haare und verhindert Haarballen.
Langhaarkatzen wie Perser brauchen tägliche Pflege. Ohne Kämmen bilden sich schnell Verfilzungen. Sie ziepen und können die Haut entzünden. Kämm vor allem hinter den Ohren, unter den Achseln und am Bauch.
Ältere oder übergewichtige Katzen kommen beim Putzen nicht mehr überall hin. Hilf ihnen am Rücken und am Hinterteil.
So wird das Bürsten angenehm:
- Fang früh an, am besten schon beim Kätzchen.
- Halte die Einheiten kurz.
- Belohne deine Katze mit einem Leckerli.
- Hör auf, bevor sie genervt ist.
Verfilzungen solltest du nicht mit der Schere wegschneiden. Die Verletzungsgefahr ist groß. Bei starken Verfilzungen hilft die Tierarztpraxis.
Baden: nur im Ausnahmefall
Gesunde Katzen müssen nicht gebadet werden. Das Baden stresst die meisten Katzen und kann die Haut austrocknen. Ausnahmen sind starke Verschmutzungen, etwa mit Öl, oder eine Behandlung auf Rat des Tierarztes. Nimm dann nur spezielles Katzenshampoo. Nacktkatzen wie die Sphynx brauchen dagegen regelmäßige Hautpflege.
Krallenpflege
Freigänger nutzen ihre Krallen draußen ab. Bei Wohnungskatzen und älteren Katzen können sie zu lang werden. Dann hörst du sie auf dem Boden klicken. Zu lange Krallen können einwachsen oder hängen bleiben.
So schneidest du richtig:
- Nimm eine spezielle Krallenschere für Katzen.
- Drück die Pfote sanft, damit die Krallen herauskommen.
- Schneide nur die durchsichtige Spitze ab.
- Achte auf den rosa Bereich im Inneren. Dort verlaufen Blutgefäße und Nerven.
Bist du unsicher, zeigt dir die Tierarztpraxis gern, wie es geht. Schneide lieber zu wenig als zu viel. Schaffst du nicht alle Krallen auf einmal, ist das kein Problem. Mach einfach am nächsten Tag weiter. Ein Kratzbaum ist für jede Katze Pflicht. Er hilft bei der Krallenpflege und schont deine Möbel.
Das Katzenklo
Ein sauberes Katzenklo ist für Katzen sehr wichtig. Ist es schmutzig oder steht es am falschen Ort, suchen sich viele Katzen einen anderen Platz.
Wie viele Katzenklos? Die Faustregel: eine Toilette pro Katze plus eine zusätzliche. Bei zwei Katzen sind das also drei Katzenklos, möglichst an verschiedenen Orten.
Der richtige Ort:
- ruhig und gut erreichbar;
- nicht neben Futter und Wasser;
- nicht an viel begangenen Stellen oder neben lauten Geräten;
- an einem Platz, von dem aus die Katze sehen kann, wer kommt.
Die richtige Streu: Die meisten Katzen mögen feine, sandähnliche Streu ohne Duft. Eine Schicht von etwa drei bis vier Zentimetern reicht. Hat deine Katze eine Streu gern angenommen, bleib dabei.
Sauberkeit:
- Entferne Klumpen und Kot mindestens zweimal am Tag.
- Wechsle die Streu bei Klumpstreu etwa einmal pro Woche komplett.
- Wasch die Schale mit heißem Wasser und mildem Spülmittel.
- Vermeide stark duftende Reiniger und Duftsprays.
- Benutze keine phenolhaltigen Desinfektionsmittel. Sie sind für Katzen giftig.
Augen, Ohren und Zähne
Wirf bei der Pflege auch einen kurzen Blick auf:
- Augen: klar und ohne Ausfluss. Kleine Krusten im Augenwinkel kannst du mit einem feuchten, weichen Tuch entfernen.
- Ohren: sauber und ohne Geruch. Reinige sie nicht mit Wattestäbchen. Dunkler, krümeliger Belag kann auf Ohrmilben hindeuten.
- Zähne: Mundgeruch und rotes Zahnfleisch sind Warnzeichen. Am besten putzt du die Zähne regelmäßig mit Katzenzahnpasta. Mehr dazu in Vorsorge bei Katzen.
Hygiene im Haushalt
- Näpfe: Futternäpfe täglich spülen, Wasser täglich wechseln.
- Hände waschen: nach dem Reinigen des Katzenklos.
- Decken und Körbchen: regelmäßig waschen.
- Schwangerschaft: Katzenkot kann Toxoplasmose übertragen. Schwangere sollten das Katzenklo möglichst nicht selbst reinigen. Wenn es nicht anders geht, mit Handschuhen und täglich. Frische Ausscheidungen sind noch nicht ansteckend, die Erreger brauchen ein bis fünf Tage dafür.
Pflege als Gesundheitscheck
Jede Pflegerunde ist auch eine kleine Untersuchung. Beim Bürsten fallen dir Knoten, Wunden, Flöhe oder kahle Stellen auf. Beim Krallenschneiden siehst du, ob die Pfoten in Ordnung sind. Veränderungen im Katzenklo zeigen früh, wenn etwas nicht stimmt. Worauf du achten solltest, liest du in Ist deine Katze krank? Die wichtigsten Warnzeichen.
Häufige Fragen
Meine Katze geht nicht mehr aufs Katzenklo. Warum?
Oft ist das Katzenklo nicht sauber genug, steht ungünstig oder die Streu wurde gewechselt. Häufig stecken aber auch Schmerzen oder eine Blasenentzündung dahinter. Lass deine Katze zuerst untersuchen.
Brauchen Wohnungskatzen eine Haube auf dem Katzenklo?
Manche Katzen mögen eine Haube, andere nicht. In einem geschlossenen Klo staut sich Geruch. Biete am besten beide Varianten an und schau, was deine Katze bevorzugt.
Quellen und redaktioneller Hinweis
- Cats Protection — To pee or not to pee – Litter tray advice
- Cornell Feline Health Center — Feline Dental Disease
- Cat Friendly Homes (American Association of Feline Practitioners) — Signs & Symptoms
Von Miauly anhand der oben verlinkten Quellen erstellt und am 17. Oktober 2026 geprüft.