Ratgeber für das Leben mit Katzen · 06

Katze richtig füttern: was, wie viel und wie oft

Nassfutter oder Trockenfutter? Wie viel und wie oft? So fütterst du deine Hauskatze gesund, vermeidest Übergewicht und erkennst gefährliche Lebensmittel.

Miauly · Veröffentlicht am 17. Oktober 2026 · Aktualisiert am 17. Oktober 2026

Gutes Futter ist die Grundlage für ein langes, gesundes Katzenleben. Doch im Supermarkt stehen Dutzende Sorten, und jeder gibt andere Tipps. Hier erfährst du, was deine Katze wirklich braucht, wie viel sie fressen sollte und welche Fehler du vermeiden kannst.

Katzen sind Fleischfresser

Katzen sind sogenannte obligate Fleischfresser. Sie brauchen Nährstoffe, die es nur in tierischen Lebensmitteln gibt, zum Beispiel die Aminosäure Taurin. Ihr Futter sollte viel Eiweiß, mäßig Fett und wenig Kohlenhydrate enthalten. Vegetarisches oder veganes Futter aus eigener Herstellung ist für Katzen nicht geeignet.

Alleinfutter oder Ergänzungsfutter?

Schau auf die Verpackung:

  • Alleinfuttermittel: enthält alles, was die Katze braucht. Es kann die einzige Nahrung sein.
  • Ergänzungsfuttermittel: reicht allein nicht aus. Dazu gehören viele Snacks, Pasten und manche Nassfuttersorten.

Füttere als Hauptmahlzeit immer ein Alleinfuttermittel. Ein gutes Futter muss nicht teuer sein. Wichtig ist, dass es vollständig ist und deiner Katze bekommt.

Nassfutter oder Trockenfutter?

Beides kann eine Katze gesund ernähren. Die Unterschiede:

NassfutterTrockenfutter
Wassergehaltca. 75–80 %ca. 6–10 %
Haltbarkeit offenkurzlang
Kalorien pro Grammniedrigerhöher
Vorteilliefert viel Flüssigkeitpraktisch, gut zum Futterspielen
Nachteilverdirbt schnellKatze muss mehr trinken

Viele Katzen trinken von Natur aus wenig. Nassfutter hilft, genug Flüssigkeit aufzunehmen. Das ist gut für Nieren und Blase. Fütterst du viel Trockenfutter, achte besonders darauf, dass deine Katze genug trinkt.

Wie viel soll meine Katze fressen?

Die Angabe auf der Verpackung ist ein guter Startpunkt. Der Bedarf ist aber bei jeder Katze anders. Er hängt ab von:

  • Alter und Gewicht;
  • Aktivität: Freigänger brauchen meist mehr als Wohnungskatzen;
  • Kastration: kastrierte Katzen brauchen weniger Energie;
  • Gesundheit.

Die beste Kontrolle ist die Figur deiner Katze. Du solltest ihre Rippen leicht ertasten, aber nicht sehen können. Von oben betrachtet hat sie eine leichte Taille. Wieg deine Katze regelmäßig und passe die Menge an.

Leckerlis zählen mit. Sie sollten höchstens etwa zehn Prozent der täglichen Kalorien ausmachen.

Wie oft füttern?

In der Natur fressen Katzen viele kleine Beutetiere am Tag. Darum sind mehrere kleine Mahlzeiten besser als eine große. Zwei bis vier Portionen am Tag funktionieren für die meisten Katzen gut. Ein Futterball oder ein Fummelbrett beschäftigt Wohnungskatzen und macht das Fressen spannender.

Futter für jedes Alter

  • Kätzchen: brauchen spezielles Kittenfutter mit mehr Energie und Nährstoffen, meist bis zum Alter von etwa einem Jahr.
  • Erwachsene Katzen: normales Alleinfutter für ausgewachsene Katzen.
  • Senioren: Ältere Katzen fressen oft weniger oder haben Zahnprobleme. Manche brauchen ein angepasstes Futter. Bei Nierenproblemen kann der Tierarzt ein Spezialfutter empfehlen.

Wasser nicht vergessen

Stell immer frisches Wasser bereit, am besten an mehreren Stellen in der Wohnung. Viele Katzen trinken lieber, wenn der Wassernapf nicht direkt neben dem Futter steht. Breite Schalen oder ein Trinkbrunnen können helfen, weil manche Katzen fließendes Wasser bevorzugen.

Futter richtig umstellen

Stell das Futter nicht von heute auf morgen um. Das kann zu Durchfall führen. Mische über sieben bis zehn Tage immer mehr vom neuen Futter unter das alte. Manche Katzen sind sehr wählerisch. Hab Geduld.

Was Katzen nicht fressen dürfen

Einige Lebensmittel sind für Katzen gefährlich:

  • Zwiebeln, Knoblauch und Lauch;
  • Schokolade und Kakao;
  • Weintrauben und Rosinen;
  • Alkohol und Koffein;
  • rohes Schweinefleisch;
  • gekochte Knochen;
  • gewürzte Essensreste.

Auch Kuhmilch ist nicht geeignet, weil viele Katzen Milchzucker nicht vertragen. Mehr dazu liest du in unserem Artikel Straßenkatzen füttern: Was gut ist und was du vermeiden solltest.

Und rohes Fleisch (BARF)?

Manche Halter füttern rohes Fleisch. Tierärztliche Fachgesellschaften sehen das kritisch. Rohes Fleisch kann Bakterien und Parasiten enthalten, die Katze und Mensch krank machen. Selbst zusammengestellte Rationen sind außerdem oft unausgewogen. Wenn du roh füttern möchtest, lass dir den Plan von einem Tierarzt mit Erfahrung in Ernährung erstellen.

Übergewicht vermeiden

Viele Wohnungskatzen sind zu dick. Übergewicht erhöht das Risiko für Diabetes, Gelenkprobleme und andere Krankheiten. Wichtig: Lass deine Katze nie hungern, um abzunehmen. Längeres Fasten kann bei Katzen die Leber schwer schädigen. Eine Diät sollte immer langsam und mit tierärztlicher Begleitung erfolgen. Mehr Bewegung durch tägliches Spielen hilft zusätzlich.

Weiterlesen: Vorsorge bei Katzen und Ist deine Katze krank? Die wichtigsten Warnzeichen.

Häufige Fragen

Darf ich Futter den ganzen Tag stehen lassen?

Trockenfutter kann stehen bleiben, wenn deine Katze sich gut selbst einteilt. Viele Katzen fressen dann aber zu viel. Nassfutter solltest du nach spätestens ein paar Stunden wegräumen, im Sommer früher.

Meine Katze ist sehr wählerisch. Was tun?

Biete das Futter leicht angewärmt an, etwa auf Körpertemperatur. Das verstärkt den Geruch. Wechsle aber nicht ständig die Sorte. Frisst sie plötzlich schlechter als sonst, lass sie untersuchen.

Quellen und redaktioneller Hinweis

Von Miauly anhand der oben verlinkten Quellen erstellt und am 17. Oktober 2026 geprüft.